IKARUS
Lichtinstallation U- Bahn Station
Burggasse/ Stadthalle Wien 2010
Die Überdachung der U-Bahnstation Burggasse, soll durch eine
Lichtinstallation den Blick zu einem sonnigen Himmel freigeben. Das projizierte
Wolkenbild wird wartende Passagiere in der U- Bahnstation die grauen und
verregneten Wintertage durch einen strahlenden blauen Himmel in der Station
verschönern. Der Verweis auf die Stadtbibliothek über den Wolken wird durch
fallende Blätter und Bücher in Ikarus Hand dargestellt.
Projektinformationen
Wien, 05.10.2009
Wir fliegen mit
Ikarus über der Wolkendecke. Ikarus? Genau, der Junge mit seinen prächtigen
Flügeln, die ihn sein Vater gebaut hat. Ikarus ist zeitgemäß adaptiert. Seine
Flügel sind nicht mehr aus Wachs, sondern aus Asphalt, in der Hand hält er
einen Stoß Papier und Bücher als er leicht durch die Wolken gleitet. Die
Mobilität – die Straße, der Asphalt, die Erfindungen “unserer Väter” liegen
nicht nur leicht auf unseren Schultern, das Wissen älterer Generationen ist ein
wichtiger Schlüssel für die Zukunft. Der Verweis auf die “Stadtbibliothek über
den Wolken” durch die Blätter und Bücher in Ikarus Hand, kommt somit nicht von
ungefähr. Bücher und Wissen sind wichtig, müssen der Grundbaustein der Zukunft
sein. Nicht die Angst und damit verbundene Emotionen. Man kann nicht oft genug
darauf hinweisen. Es soll die Diversität zwischen Himmel und Erde sichtbar
werden, einer verträumten Jugend und einer dadurch absehbaren Zukunft. Wir
schauen positiv in die Zukunft. Einen Beitrag dazu können wir durch Kunst im
öffentlichen Raum leisten.
Steht man in der
U6-Bahnstation Burggasse, die auf den ersten Blick wie eine offene U-Bahnstation
wirkt und wagt man den Blick zum Himmel, fällt einem im wahrsten Sinne des
Wortes, die Decke auf den Kopf. Architektonisch spannend wird die U Bahnstation
von der Hauptbibliothek überdacht. Gerade in der Winterzeit, wo die Tage kurz
sind, ist es an der Zeit, den Wartenden einen blauen Himmel zu schenken. Eine
Lichtinstallation soll die Gemüter in der trüben Winterzeit heben und das
Gefühl vom bald wiederkommenden Frühling vermitteln. Einen Lichtblick, wenn man
so will.
Der Himmel, - die
Wolken sind nicht wie wir sie gewohnt sind, von der Erde nach oben blickend,
sondern aus der Perspektive eines Fliegenden. Von oben nach unten blickend.
Dadurch entsteht der Eindruck, als ob der Himmel Kopf steht, oder wir, die
Menschen die auf die U - Bahn warten?


Quelle:http://www.hauserwirth.com/artists/images-clips-view///?artist_id=25&a=pipilotti-rist&p=35



Layout_Jakob Ballinger
IMAGES
On Location: U-Bahn Station Burggasse/Stadthalle
Simulation einer Lichtinstallation/Projektion des Himmels
auf die Unterseite der Stations-Überdachung
Technische Betreuung
Ing. Bertha 01-7909-65160 oder 0664-6234656
von der Abteilung B65 Hoch- und
Tiefbau war bei der Begehung am 04. Juni dabei. Standortspezifischen Support
sowie auch Pressearbeit, bekommen wir von der Hauptbücherei Wien (Herr Jahl)
Technische Realisierung Projektionsfläche 20m x 60m = 1200qm. Mit je einem 7KW Xenon Projektor würden wir von den 2 Enden des grünen Stationsdachs jeweils auf die gegenüberliegende 30x20 m Fläche leuchten. Das würden wir mit 2 Scrollern machen, so dass sich die Wolken auch langsam bewegen und ein realistisches Himmelsbild abgeben. Mit diesen Projektoren können wir auch das Licht leicht shiften, so dass wir auf den weiter entfernten Flächenteilen eine gute Ausleuchtung erreichen. Einschränkung: auf den Seiten würden die Stützen jeweils Schatten werfen, um das zu verhindern bräuchte man ungefähr so viele Projektoren wie Stützen.
An sechs Tagen je
nach Jahreszeit (Frühling, Sommer, Herbst und Winter) möchten wir die U - Bahnstation Burggasse mit
der Lichtinstallation verschönern. Beginn der Projektion ist dann täglich ab
Sonnenuntergang ca. 16:30 Uhr bis zur Sperrstunde des U6 Linienverkehrs.
Zwischen 1:00 Uhr nachts bis 4:00 Uhr morgens ist die Projektion durch eine
Zeitschaltuhr ausgeschaltet. Erst wenn der Morgenverkehr gegen 4:00 Uhr wieder
beginnt wird auch die Installation wieder eingeschaltet sein und bis ca. 10:00
Uhr zu sehen sein. Je nach Tageshelligkeit möchten wir die Installation auch
Tagsüber zeigen. Die Installation ist dem Fahrplan der U6 - Wiener Linien
angepasst. Es kann ein bewegtes Bild sein, das in Zeit- verschobenen Loops sich
wiederholt, die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fahrgast dasselbe Bild mehrmals
sieht ist gering, die Abwechslung ist durch Timing und die verschiedenen Motive
gegeben.
Durchführungszeitraum :
19.März 2010 bis
25.März 2010